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Der in Rosenheim (zwischen München und Salzburg gelegen) lebende Bass-Bariton Thomas Hamberger wuchs in einer musikalischen Familie auf. Im Schulchor sowie im Chor seines Vaters sammelte er erste sängerische Erfahrungen. Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau, doch zeichnete sich sein Weg als Sänger bereits ab. Zu ersten Verpflichtungen als Solist kam die Gründung des Vokalensembles "Camerata Vocale", mit dem er A-cappella-Werke von der Renaissance bis zur Moderne aufführen konnte. In dieser Zeit begann auch seine private Gesangsausbildung bei Waldemar Wild, die er später bei Michael Felsenstein in Stimmbildung und Atemtechnik fortsetzte.
Nach dem Ingenieurdiplom entschied er sich dann endgültig für die musikalische Laufbahn und wurde zunächst Mitglied im Konzertchor des Bayerischen Rundfunks, wo er reiche Erfahrungen unter großen Dirigenten wie Bernstein, Maazel, Muti, Sawallisch, Solti, Abbado, Davis u. a. sammeln konnte.
Thomas Hamberger widmete sich nun immer mehr dem Sologesang und konnte sich erfolgreich als Solist überwiegend im Oratorien- und Liedgesang etablieren, was seine häufigen Engagements in München, ganz Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz und Frankreich ebenso zeigen wie Einladungen zu internationalen Musikfestivals, u.a. nach Israel, wo er neben Elias und Messias Schuberts Winterreise und Schumanns Dichterliebe interpretierte.
Das Bayerische Kultuministerium verpflichtete ihn als Bass-Solist bei der Aufführung von Haydn’s Schöpfung in Sofia anlässlich der bayer. Kulturtage 2003. Für seine “außergewöhnlichen Leistungen als Sänger” erhielt er von der Stadt Rosenheim das “Förderstipendium 2005”. Im Januar 2008 wurde er als festes Mitglied in den Chor des Bayerischen Rundfunks berufen.
Zu seinem breitgefächerten Solo-Repertoire zählen nahezu alle bekannten Oratorien und Kantaten von Bach, Mozart, Händel, Haydn, Mendelssohn, Franck, Martin u. a.; daneben pflegt er den Liedgesang und ist Bassist des „Singsembles H2-O2". Auch Experimenten steht er aufgeschlossen gegenüber, was seine Mitwirkung bei verschiedenen Uraufführungen immer wieder zeigt. So interpretierte er z.B. bei der Uraufführung des Werkes "Gesualdo" des Komponisten H.J. Gerung (Busotti-Schüler) die Titelrolle. Nicht unerwähnt bleiben darf auch seine Freude an „Alter Musik“ und die daraus folgende häufige Zusammenarbeit mit entsprechenden Ensembles wie z.B. „La Banda“, der “Neuen Hofkapelle München”, dem Orpheus-Chor oder dem „Hassler-Consort“. Rundfunk- und CD-Produktionen runden sein Wirken ab.
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